Neuer Schifffahrtsbetrieb auf dem Vierwaldstättersee

Nachdem Ferdinand Kaufmann im Jahr 2015 seinen Schifffahrtsbetrieb altershalber aufgeben musste, übernimmt nun die neu gegründete Schifffahrt Urnersee AG die beiden Fahrgastschiffe «Wilhelm Tell» und «Flüelen». Diese sollen nach einer Revision an Land, ab Mai wieder für Rundfahrten auf dem Urnersee zur Verfügung stehen.

Ära Ferdi Kaufmann

Über Jahrzehnte prägten die Ausflugsschiffe von Kaufmann das Bild auf dem Urnersee. Ausländische Bustouristen, wie auch einheimische Gesellschaften genossen die Fahrten, welche vorwiegend im Urner Teil des Vierwaldstättersees ausgeführt wurden. 1990 holte Kaufmann  das Motorschiff «Habicht» vom Bodensee auf den Vierwaldstättersee. Dieses Schiff, mit dem Baujahr 1953, entstammt einer Serie von vier Schiffen, die die Bodanwerft für den Bodensee baute. Kaufmann baute das Schiff seinen Ansprüchen entsprechend um und nahm es als «Wilhelm Tell» in Betrieb. Daneben betrieb er auch noch die beiden Schiffe «Flüelen» mit Baujahr 1959 und «Rütli», welches erst nach Solothurn verkauft wurde und nun auf dem Lago di Posciavo verkehrt.

Schifffahrt Urnerseee AG übernimmt

Unter der Federführung von Mathias Steinegger und einem Gremium von weiteren 16 Teilhabern wurde die Schifffahrt Urnersee AG gegründet, mit dem Ziel, die beiden Schiffe «Wilhelm Tell» und «Flüelen» zu erhalten und weiterhin Rundfahrten auf dem Urnersee anzubieten.

Da Steinegger gleichzeitig Betriebschef der Arnold & Co. AG ist, welche u.a. Kies fördert und mit Nauen transportiert, lassen sich für den neu gegründeten Betrieb viele Synergien nutzen. So wurden am 23. Januar die Schiffe zum Werftgelände der Arnold & Co. AG geschleppt, um sie anschliessend mit einem 250 Tonnen Kran aus dem Wasser zu heben. Dort sollen die Schiffe bis im Mai wieder flottgemacht werden.

Die beiden Schiffe werden an Land renoviert (Bild: C. Müller)

Das MS «Flüelen» wird voraussichtlich notdürftig in Stand gesetzt und dann erst im nächsten Winter grundlegend überholt. Dessen Kapazität bleibt auf 50 Personen bestehen.Vorerst geniesst das MS «Wilhelm Tell» Priorität. Es werden einzelne Schalenbleche frisch verschweisst und ein neuer Farbanstrich soll dem Schiff wieder seinen früheren Glanz zurückgeben. Der gesamte Innenausbau wurde ausgeräumt und wird frisch gestaltet, wobei nur die Fenster und die Decke bestehen bleiben. Zudem wird der Hauptmotor generalüberholt. Es ist geplant, die Kapazität des Schiffes von 75 auf 60 Passagiere zu reduzieren, um es im 1-Mann-Betrieb zu fahren. Denn der Schiffsführer kann vom zentralen Fahrstand aus alle nautischen Arbeiten alleine verrichten.

Havarie bei Birsfelden Tanker beschädigt

 

Bild: Kapo Kt. Basel-Land

Wie die Kantonspolizei Basel-Land mitteilt fuhr das Tankmotorschiff „Eiltank 24“ unterhalb der Schleuse Birsfelden auf Grund. Das Schiff war mit 1800t Schweröl beladen und wurde beschädigt. Es liefen keine Flüssigkeiten in den Rhein, entsprechend bestand keine Gefahr für Mensch und Umwelt. Verletzt wurde niemand. Die Besatzung konnte das Schiff am Ufer befestigen. Die genaue Ursache ist derzeit noch nicht geklärt und Gegenstand von weiteren Abklärungen.

Schiffsunfall auf der Mosel

Wie die WSP Rheinland Pfalz mitteilt, kam es am Dienstag um 12.13 Uhr zu einem Schiffsunfall unterhalb der Schleuse Lehmen im Begegnungsverkehr. Dabei kollidierte ein mit 1600t beladener zu bergfahrender Schubverband mit einem zu talfahrenden Gütermotorschiff, welches mit 1000t Weizen beladen war. Der Zusammenstoss war so heftig, dass an beiden Schiffen der Schiffsrumpf beschädigt wurden. Die Schiffe drohten zu sinken.

Neues Zweideckschiff für den Hallwilersee

Das inzwischen 55 Jahre alte MS Fortuna, welches 49 Jahre davon auf dem Hallwilersee verkehrte, wird in diesem Jahr durch einen grösseren Neubau ersetzt. Das neue Schiff soll im Gastrobereich neue Akzente setzen und wartet auch sonst mit einigen Novitäten auf.

MS Fortuna wird ersetzt

Im Auftrag der Schifffahrtsunternehmung Jean Gilles in Vallendar bei Koblenz (D) wurde das MS Fortuna 1962/1963 von der Lux-Werft in Mondorf (D) gebaut. Im Frühjahr 1969 kam das Schiff dann auf den Hallwilersee. Mit dieser Flottenverstärkung verkehrte erstmals ein Zweideckschiff auf dem Hallwilersee. Zudem war die Fortuna das erste Motorfahrgastschiff mit einem Schottelantrieb in der Schweiz. Durch die gestiegenen Anforderungen der Kundschaft und der daraus resultierenden, sanften Neuausrichtung der Schifffahrtsgesellschaft entschied der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung, das Schiff im Jahr 2018 aus dem Flottenbestand zu streichen. Nach dem Grundsatzentscheid, dass die Hallwilersee Flotte auch in Zukunft aus fünf Schiffen bestehen soll, wurde den Aktionären bei der Generalversammlung im letzten Jahr die Anschaffung eines Neubaus unterbreitet, was die Mehrheit der anwesenden Aktionäre guthiess.

Kiellegung des MS 2018 (z. Vg.  SGH)

Der Neubau setzt Akzente

Wie auch alle anderen auf dem Hallwilersee verkehrenden Schiffe, wird das neue Schiff von der Mondorfer Lux-Werft in Bonn am Rhein gebaut. Die Kiellegung erfolgte Mitte November und die Stahlarbeiten schreiten zügig voran.       Das neue Schiff ist als Zweideckschiff konzipiert und wartet mit einigen Neuerungen auf. So soll einerseits ein Behindertenlift das Schiff vollständig rollstuhlgängig machen und andererseits ist auf dem Oberdeck ein Salon mit verschiebbaren Seitenwänden geplant. So kann der Raum bei Bedarf geschlossen werden und es stehen alleine auf dem Oberdeck über 60 Gastronomieplätze zur Verfügung. Bei wärmeren Temperaturen sind es gedeckte Aussenplätze, die mit dem restlichen Teil des freien Aussendecks verschmelzen. Zudem ist geplant, dass das vordere Freideck auf dem Oberdeck mit Lounge Möbeln ausgestattet wird, was dem Fahrgast zusammen mit den Holzdecks ein yachtähnliches Feeling vermitteln soll.

Die MS Fortuna  (z.VG.SGH)

Flottenerneuerung abgeschlossen

Der Bau des neuen Schiffes ist mit rund 3 Mio. Schweizer Franken veranschlagt. Nachdem im Winter 2014/2015 bereits das Flaggschiff der Flotte, die MS Brestenberg für über 1 Mio. generalrevidiert wurde und im Jahr 2010 das bisher neuste Schiff, die MS Seetal für über 2.4 Mio. gebaut wurde, ist dies die dritte grosse Investition innerhalb von acht Jahren. Damit sei das Erneuerungsprogramm der Hallwilersee Flotte aber für längere Zeit abgeschlossen, wie der Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft, Ueli Haller in einem Interview mit dem Lenzburger Anzeiger erklärte.

Seitenansicht des MS 2018 (zVg. SGH)

Das neue Schiff wird just in dem Jahr in Betrieb genommen, wo die Schifffahrt ihr 130-jähriges Bestehen feiern kann. Seit 1888 waren 13 Schiffe als Kursschiffe auf dem See unterwegs. Das neue Schiff wäre also Schiff Nummer 14 und zusammen mit den anderen zwei grösseren Einheiten, stünden dann drei Zweideckschiffe zur Verfügung, was vor allem in den Sommermonaten auf dem Kursverkehr eine zusätzliche Kapazität darstellen wird.

Zukunft der Fortuna ungewiss

Das MS Fortuna ist noch bis Ende Januar in Birrwil als stehendes Fondueschiff im Einsatz, bis es dann zurück in die Werft verholt wird. Das Schiff ist zum Verkauf ausgeschrieben und Interessenten können sich direkt an die Geschäftsleitung der Schifffahrtsgesellschaft des Hallwilersees wenden.

Mit dem kommenden Ausscheiden der MS Fortuna, wird das MS Hallwil zum ältesten Mitglied der Flotte. Auch dieses Schiff ist bereits 41-jährig.

 

Quellenverzeichnis: Hallwilersee – 100 Jahre Schifffahrt 1888-1988, Dr. Anton Räber, 1988, Lenzburger Anzeiger, 20. April 2017

Schiffsunfall des FGS Swiss Crystal in Duisburg: Es war ein“Lotsenfehler“

Die Pressestelle der Scylla Reederei teilt folgendes mit:

Nachdem die Schifffahrtsbehörde die MS Crystal gestern zur Weiterfahrt freigegeben hatte, fuhr das havarierte Flusskreuzfahrtschiff zur Werft in den Niederlanden.

Entgegen der gestrigen Meldung, musste die Anzahl der hospitalisierten Gäste nach oben korrigiert werden. Zur Zeit befinden sich noch drei Gäste in ärztlicher Behandlung im Krankenhaus. Das Besatzungsmitglied konnte die Klinik inzwischen verlassen. Die Besatzung des FGS Swiss Crystal wird durch das Care-Team der Reederei betreut. Die Reederei wünscht allen Gästen und Besatzungsmitgliedern weiterhin gute Besserung und eine schnelle und vollständige Genesung.

Technisches Versagen kann als Ursache des Unfalles ausgeschlossen werden. Ein menschlicher Fehler des Lotsen hat zur Havarie geführt. Umstände wie Erfahrung sowie gesundheitliche (körperlich wie psychisch) Verfassung, Alter und Müdigkeit werden weiter untersucht, um zukünftig solche Unfälle vermeiden zu können. In den nächsten Tagen werden alle Gäste bezüglich einer Entschädigung seitens der Reederei kontaktiert. (ende der Pressemitteilung.)

Da die Untersuchung des Unfalles noch nicht abgeschlossen ist, werden wir unsere  Meinung zu solchen Schiffsunfällen zu einem späteren Zeitpunkt publizieren.

Wir wünschen allen Besatzungsmitgliedern „allzeit gute Fahrt“

 

 

 

Schiffsunfall bei Duisburg FGS Swiss Crystal prallt in Duisburg auf Brückenpfeiler

Das FGS Swiss Crystal prallte bei der Autobahnbrücke Beeckerwerth mit dem Bug in den Brückenpfeiler und geriet in Schieflage. Laut Polizeiangaben wurden 27 Personen verletzt. Die schwerer verletzten Personen konnten das Spital bereits wieder verlassen. Die Reederei Scylla entsandte das FGS Emily Brontè zur Unfallstelle das die Passagiere aufnahm. Der Kapitän steht unter Schock. Die Unfallursache wird zur Zeit untersucht.

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